

EINE INSTITUTION
1760 wurde die Fisch- und Austernhandlung von Hinrich Brügmann
gegründet. Seine Enkelin heiratete Johann Cölln aus Uetersen,
der das Geschäft am 16. Juni 1833 in "Cölln" umtaufte.
Das Restaurant "Cölln" am Brodschrangen erzählt Hamburger
Gastronomie-Historie wie wohl kaum ein zweites. Hier treffen sich
Hanseaten mit ihren Geschäftsfreunden, oft aus Übersee, und
privaten Gästen, um großzügig zu tafeln und zu trinken.
Hier werden Abschlüsse begossen oder Familienfeste gefeiert.
Mit Schiebetüren lassen sich die Gasträume von "Cölln's
Austernstuben", wie es früher hieß, zu Séparées
machen. Ein ovales Messingschild mit einem Strich in der Mitte zeigt
die Höhe des Wasserstandes bei der Sturmflut 1962 kurz unter der
Decke an. An den Wänden hängen handbemalte Austernteller,
Johann Cöllns "Bürger-Eyd" und Urkunden, die ihm erlauben,
sich "Hof-Lieferant" verschiedener Fürstenhöfe zu nennen. Ein
Raum zeigt eine Bismarck- Büste und -Bilder, im "Russischen
Zimmer" wird auf den Kaviar-Import des Gründers verwiesen, und in
der Garderobe gibt es einen Messinghaken für den Mantel eines ganz
besonders geschätzten Gastes.